Bericht, Demo

Lautstarker Protest gegen NPD-Kundgebung

Trotz der kurzfristigen Mobilisierung versammelten sich am heutigen Nachmittag rund 50 GegendemonstranInnen in Hellersdorf, um lautstark gegen die Kundgebung der Berliner NPD zu protestieren. Leider fand die rassistische Hetze der ca. zehn angereisten Nazis dennoch bei einigen AnwohnerInnen Gehör. So versammelten sich diese auf ihren Balkonen und der gegenüberliegenden Straßenseite, um den Reden der Nazis zu folgen, statt sich solidarisch dem Gegenprotest anzuschließen und ein klares Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Der Protest der rund einstündigen Kundgebung der Nazis wurde auch durch den von der Polizei zunächst zugewiesenen Standort für die GegendemontrantInnen erschwert. Nach langen Diskussionen konnte jedoch ein Kundgebungsort in der Nähe der Nazis durchgesetzt werden.

Obwohl die Gewalt und die Aktionen rechtsgerichteter Gruppen gegen die Unterkunft seit Jahresbeginn zunahmen, genehmigte die Polizei die NPD-Kundgebung in unmittelbarer Nähe der Unterkunft. Wir verurteilen dies aufs schärfste und halten es von den Sicherheitsbehörden für unverantwortlich. Weiterhin erfuhren zivilgesellschaftliche und politische Akteure des Bezirkes erst am Freitagnachmittag von der Kundgebung. Der zivilgesellschaftliche Protest wird damit massiv erschwert und Gefahren für Geflüchtete in Kauf genommen.

Dennoch konnte auch heute wieder von einem Teil der Zivilgesellschaft ein klares Zeichen gegen Rassismus gesetzt und gezeigt werden, dass RassistInnen in Hellersdorf nicht ungestört ihre Hetze verbreiten können.

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