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Gemeinsam für Solidarität und Menschlichkeit – Aufstehen gegen Rassismus!

Für den 26. Oktober 2013 plant die rechtslastige und von Nazis geführte sogenannte „Bürgerinitiative Marzahn-Hellersdorf“ eine Demonstration durch Hellersdorf. Sie wollen gegen die im August eröffnete Unterkunft für Geflüchtete aufmarschieren. Seit Monaten hetzen Anhänger dieser Gruppe gegen das Heim in der Carola-Neher-Straße. Die NPD und bekannte organisierte Neo-Nazis haben sich bereits dem Aufruf zur Demonstration angeschlossen und mobilisieren berlinweit.

Doch die Rechtsextremen sind auf einem absteigenden Ast. Solidarischen Initiativen ist es in den vergangenen Wochen gelungen die Stimmung im Kiez zu verändern. Anwohnerinnen und Anwohner, die die Geflüchteten unterstützen wollen, konnten gewonnen werden, unzählige Hilfsangebote sind bei „Hellersdorf hilft“, dem Bezirksamt und dem Solidaritätsnetzwerk „Refugees welcome“ eingegangen. Immer mehr Menschen stellen sich der rassistischen Hetze einer selbsternannten „Bürgerinitiative“ entgegen.

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Pressebericht

Pressemitteilung 01/13

05.10.13

Hellersdorf setzt mit Solidaritätskette Zeichen für Flüchtlinge

Hunderte Menschen transportieren Spenden bis zum Asylbewerberheim

Am Samstag Nachmittag beteiligten sich über 250 Bürgerinnen und Bürgern an der Aktion „Solidaritätskette für Flüchtlinge“ und transportierten die für das Asylbewerberheim in Berlin Hellersdorf gesammelten Spenden. Vom Cottbusser Platz bis in die Carola-Neher-Straße wurden 60 Kartons mit Kleidung, Küchenutensilien und Spielzeug, sowie zahlreiche Laufräder, Dreiräder und Kinderwagen über eine Menschenkette weitergereicht. In einem der Kartons befanden sich die Unterschriften von 22.859 Unterstützern, die ihre Solidarität mit den Flüchtlingen über eine Online-Petition zum Ausdruck gebracht hatten.

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Spendenaufruf

Hallo ihr Lieben,

Wir haben mit den Verantwortlichen und auch den Flüchtlingen eine vorläufige Bedarfsliste für Sachspenden abgestimmt. Benötigt wird:

Bettwäsche, Spiele für Kinder und Erwachsene, Geschirr, Fernseher, Brotdosen und Behälter, Schulmaterialien, Rucksäcke und Schulranzen, Literatur (Deutsch für Schulanfänger etc.), Wörterbücher, Spielzeug, Bälle (Basketbälle, Fußbälle, Tischtennisbälle etc.), Schaukel, Kreide, Spielzeug für Sandkasten, Baskettbalkorb, Roller, Dreiräder,  Fahrräder (für Kinder und Erwachsene), Luftpumpen, Vasen, Tischdecken, Küchengeräte Wintermäntel, Bügel, Kleiderstangen, neuwertige Kindersachen- und -schuhe, Sportsachen für Kinder. Desweiteren wird ein Kinderwagen benötigt.

Aus Gründen der Raumkapazität und auch aus Bedarfsgründen bitten wir darum auf gebrauchte Kleiderspenden zu verzichten und nur Neuware oder kaum gebrauchte Kleidung zu spenden. Bitte spendet auch keine Kuscheltiere! Weiterhin bitten wir darum, die Spenden auf keinen Fall direkt am Heim abzugeben. Die Menschen dort müssen wirklich zu Ruhe kommen und die Spenden können vor Ort nicht bearbeitet werden. Ihr könnt die Spenden die ganze Woche bei uns abgeben oder euch bei POLIS (Polis* – Bezirkliche Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung am Ort der Vielfalt, E-Mail: polis@stiftung-spi.de) melden.

Es kamen viele Anfragen, ob nicht auch Pakete mit Spenden an uns geschickt werden können. Wir bedanken uns für diese angebotene Hilfe, weisen aber darauf hin , dass ein Spendenbedarf in Notunterkünften und Heimen in ganz Deutschland besteht und bitten dies auch zu berücksichtigen.

Wir freuen uns auf eine solidarische Woche mit allen Spendern und Unterstützern.

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Bericht

Erfolgreicher und bunter Kiezspaziergang

Bei schönstem Sonnenschein trafen sich gestern Mittag Anwohner_innen und externe Unterstützer_innen zum gemeinsamen Kiezspaziergang, um auch optisch der fremdenfeindlichen Stimmung in Hellersdorf entgegen zu wirken. Mit Besen, Bollerwagen, Wasserkanistern und Musik zog man durch den Kiez um die zahlreichen, in der ganzen Gegend verteilten Kreideparolen der Gegner der geplanten Notunterkunft in der Carola-Neher-Straße  zu beseitigen. Rund 70 Menschen hatten sich dafür zusammengefunden. Auf der Strecke von der Alice Salomon Hochschule zum ehemaligen Max-Reinhardt-Gymnasium und zurück ließen sich viele Leute spontan mitreißen, schlossen sich der Gruppe an und unterstützen die Aktion.  So spazierten jung und alt, Hellersdorfer_innen und Menschen aus ganz Berlin Seite an Seite durch den Kiez und versuchten mit Vorurteilen und Fremdenfeindlichkeit aufzuräumen. Bunt, friedlich und mit viel Spaß und Tatendrang wurde geputzt, geschruppt und gefegt. Dabei konnten leider nicht alle Schmierereien komplett entfernt werden, da es sich bei einigen wenigen um Graffiti handelte. Zur Aufklärung der Bewohner_Innen wurden Infobroschüren mit Fakten über Asylbewerber_innen und das Asylverfahren in Deutschland verteilt.

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Pressemeldung des Solidaritäts-Netzwerkes Marzahn-Hellersdorf vom 27.7.2013: „Das Ende der Kreidezeit“ – ein antirassistischer Kiezspaziergang durch Hellersdorf

Am Samstag, den 27. Juli, hat das Solidaritäts-Netzwerk Marzahn-Hellersdorf alle interessierten und solidarischen Menschen eingeladen, gemeinsam in bunter und musikalischer Weise durch den an die geplante Flüchtlingsunterkunft angrenzenden Kiez zu spazieren. Auf diesem Spaziergang sollten Kreidezeichnungen entfernt werden, ein trauriges Zeugnis einer rassistischen Stimmung in der Anwohner*innenschaft. Befeuert wird diese Stimmung maßgeblich durch die sogenannte Bürgerinitiative Marzahn-Hellersdorf – ein von Neonazis durchsetztes Netzwerk von Anwohner*innen. Eugen Traud, Sprecher des Netzwerkes, kündigte vorher an, dass das Netzwerk damit ein „Zeitalter der Solidarität mit den Geflüchteten im Kiez einläuten“ und „die Kreidezeit beenden“ wolle, in Anspielung auf das rückständige rassistische Denken einiger Nachbar*innen.

Zum Spaziergang fanden sich über 75 solidarische Menschen aus Hellersdorf und Umgebung auf dem Alice-Salomon-Platz zusammen, um gemeinsam mit Besen, Wasser, Soundsystem und bunten Accessoires durch die Straßen um die geplante Unterkunft herum zu ziehen. Schon am Anfang wurde der Spaziergang durch ein BMH-Mitglied durch das Abfotografieren von Teilnehmer*innen gestört, der aber nach Interventionen dieser durch die Polizei fortgeschickt wurde. In der Vergangenheit wurden Menschen durch die BMH über das Ausspähen persönlicher Daten bedroht. Die Polizei fiel während des Spazierganges mit ungerechtfertigten Personalienkontrollen gegenüber Teilnehmer*innen auf und störte damit ihrerseits den friedlichen Ablauf.

Nach dem Start wurden über 40 rassistische Kreideschmiereien im gesamten Kiez über drei Stunden hinweg durch das praktische Engagement der Aktivst*innen beseitigt. Zudem wurden mehr als tausend Flyer gegen rassistische Vorurteile in der Nachbar*innenschaft verteilt. Viele Anwohner*innen waren sichtlich interessiert an einer Gegenposition zu der als unangenehm empfundenen rassistischen Hegemonie in ihrem Kiez. Einige jedoch konnten sich nicht damit anfreunden und empfingen die Aktivist*innen mit Beleidigungen und neonazistischen Ausfällen. „Wir wissen, dass wir heute ein wichtiges Zeichen gesetzt haben und nicht nur mit Kreidemalereien, sondern auch mit einigen Vorurteilen im Kopf aufgeräumt haben. Aber wir wissen auch: die Debatte wird weitergehen. Wir müssen den emanzipatorischen Kräften im Bezirk zu einer Stimme verhelfen und gleichzeitig rassistische und menschenfeindliche Positionen offensiv thematisieren“, sagte Eugen Traud. Und weiter: „Den Geflüchteten muss eine sichere, angstfreie und menschlich offene Umgebung geboten werden, in der sie in Ruhe in Hellersdorf ankommen können.“

Aufruf

Pressemitteilung des Solidarität-Netzwerks Marzahn-Hellersdorf

Am kommenden Samstag (27.07.13) plant das Netzwerk für Solidarität in Marzahn-Hellersdorf einen Kiez-Spaziergang unter dem Motto „Das Ende des Kreidezeitalters“. In den letzten Wochen kam es immer wieder zu teils großflächigen Kreidemalereien mit rassistischen Inhalten gegen die geplante Notunterkunft für Geflüchtete. „Im Rahmen des Spaziergangs wollen die Aktiven des Netzwerks gemeinsam mit anderen Menschen aus Hellersdorf und Umgebung die Kreideschriftzüge entfernen und das Zeitalter der Solidarität mit den neuen Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern im Kiez einläuten“, so Eugen Traud, aktiv im Netzwerk für Solidarität, ein Zusammenschluss von AnwohnerInnen, antirassistischen Initiativen und Organisationen und VertreterInnen verschiedener politischer Parteien und außerparlamentarischer Spektren.

Treffpunkt ist um 13 Uhr am Alice-Salomon-Platz in Hellersdorf, über Pressebegleitung und Berichterstattung würden wir uns freuen.

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Pressemitteilung: Wir machen weiter

Wir machen weiter

Heute war der Berliner Tagespresse zu entnehmen, dass einer Unterstützerin unserer Initiative gedroht wurde. Dies in Form einer anonymen Mitteilung an unsere Seite. Unterzeichnet wurde das Schreiben mit der „Bürgerinitiative Marzahn-Hellersdorf“. Wir bedauern dieses Ereignis zu tiefst und erklären uns hiermit uneingeschränkt solidarisch mit unserer Mitstreiterin. Diese Art der Kommunikation entbehrt jeglicher Form demokratischen Grundverständnisses.

Aufgrund der Ereignisse ist es uns wichtig, euch mitzuteilen, dass wir weitermachen. Mittlerweile sind wir auf ein großes Team angewachsen, dass seine Unterstützung aus zivilgesellschaftlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern Marzahn-Hellersdorf und Berlins sowie dem örtlichen überparteilichen Bündnis erhält. Daher heben wir hervor, dass wir alle eine Gemeinschaft sind, die es sich zum Ziel gesetzt hat, den ankommenden Flüchtlingen und Asylsuchenden zu helfen.

Für uns haben alle Menschen die gleichen Rechte. Niemand darf aufgrund seiner Herkunft, seiner Staatszugehörigkeit, seines Aussehens, seiner Religionszugehörigkeit, seiner Geschlechtszugehörigkeit oder seiner sexuellen Identität benachteiligt werden. Zudem gibt es in Deutschland das Grundrecht auf Asyl. Menschen, die diese Punkte infrage stellen, positionieren sich gegen das Wertesystem, auf dem unsere Gesellschaft fußt.

Unser Hauptanliegen ist, dass den ankommenden Flüchtlingen vor Ort geholfen wird. Und  wir lassen uns diese Hilfe von niemandem verbieten. Daher sagen wir ganz klar: Wir machen weiter!

 

Pressebericht

Pressemitteilung von Change.org

„Über 10.000 Unterschriften in 24 Stunden“ titelt Change.org in ihrer heutigen Pressemitteilung über die Petition zur Unterstützung der Notunterkunft für AsylbewerberInnen in der Carola-Neher-Straße.
Mittlerweile liegt die Zahl der Unterstützer bei über 15.000 – wir sind überwältigt von soviel Zuspruch und Change.org auch.

www.change.org/hellersdorfistbunt

P r e s s e m i t t e i l u n g

In 24 Std. über 10.000 für Heim in Marzahn-Hellersdorf

Solidarität mit Flüchtlingen in der Carola-Neher-Straße

Berlin 18. Juli. Nachdem die Auseinandersetzungen um das Flüchtlingsheim in der Carola-Neher-Straße bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt haben, hat nun ein Berliner die Initiative ergriffen. Der Lichtenberger Peter Koch* startete eine Petition auf der Plattform Change.org für das Heim und als Bekenntnis der Solidarität mit den Flüchtlingen. Innerhalb von nur 24 Stunden unterstützen bereits 12.000 Menschen sein Anliegen.

Peter Koch* lebt in Lichtenberg. Seine Freundin ist in der verlängerten Carola-Neher-Straße aufgewachsen. Deswegen hatte das Paar aus Interesse die Bürgerinformationsveranstaltung am vergangenen Dienstag besucht. „Ich war ganz sicher, dass viele Anwohner sich dort unvoreingenommen informieren wollten”, so Koch. „Aber was ich dort erlebt habe, hat mich schockiert. Rechte Gruppen hatten sich darauf vorbereitet, die Menschen einzuschüchtern und keine offene Debatte zuzulassen.” Koch wolle den falschen Eindruck nicht stehenlassen, dass eine Mehrheit das Flüchtlingsheim ablehne: „Wir sehen doch jeden Tag in den Medien, was in Syrien passiert. Diese Menschen suchen die Zuflucht aus der Hölle. Da will man doch helfen.” Aber Koch geht es auch um die Menschen vor Ort: „Ich kenne das Problem der Stigmatisierung des Bezirks und möchte dagegen ankämpfen. Ich möchte ein Zeichen setzen und zeigen, dass Stimmen wie die der ,Bürgerinitiative Marzahn Hellersdorf’ zahlenmäßig in der Minderheit sind, auch wenn sie mit Lautstärke, wie sie es auf der Informationsveranstaltung gezeigt haben, einen gegenteiligen Eindruck vermitteln wollen.“ „Mit 10.000 Unterschriften in 24 Stunden ist die Petition von Peter Koch ohne Zweifel eine der am schnellsten wachsenden Petitionen, die wir beobachten, seit Change.org in Deutschland aktiv ist”, kommentiert Paula Hannemann, Campaigns Director von Change.org in Deutschland. Die Petition finden Sie unter: www.change.org/hellersdorfistbunt

*Peter Koch schützt sich vor Repression rechter Gruppierungen durch Verwendung eines Pseudonyms.