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Zivilgesellschaft stoppt Naziaufmarsch in Marzahn

Pressemitteilung 08/14
22.11.14

Zivilgesellschaft stoppt Naziaufmarsch in Marzahn
– Tausende Menschen gingen für eine Willkommenskultur für Geflüchtete auf die Straßen

Am Samstag hat ein breites Bündnis aus Vereinen, Initiativen, Parteien und AnwohnerInnen für Vielfalt und Toleranz und gegen Ausgrenzung von geflüchteten Menschen in Berlin Marzahn demonstriert. Über 3000 Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich an den Gegenkundgebungen entlang der Route einer von Neonazis organisierten Demonstration „gegen Asylmissbrauch“, zu der bundesweit in der rechten Szene mobilisiert worden war. Am Ende konnten diese ihre Route nicht starten, da der Gegenprotest zu groß war.
Der Verein Hellersdorf hilft zeigte sich erfreut über den Zusammenhalt der Zivilgesellschaft: „Wir haben ein wichtiges Zeichen für die Menschlichkeit gesetzt. Die vielen Berlinerinnen und Berliner haben heute eindrucksvoll gezeigt, dass Rassismus und Menschenfeindlichkeit im Bezirk Marzahn- Hellersdorf nicht toleriert werden und Berlin eine weltoffene Stadt der Vielfalt ist“ so Stephan Jung, Pressesprecher des Vereins.

Die Demonstration der Rechten war bereits die Vierte innerhalb der letzten drei Wochen. Immer mehr AnwohnerInnen haben sich den organisierten Rechten angeschlossen, die sich als Bürgerbewegung tarnen und versuchen, die Ängste unter den Anwohnenden durch Falschinformationen zu schüren. „Es ist daher wichtig, klar zu benennen, wer sich hinter den Organisatoren der Proteste verbirgt und die Bürgerinnen und Bürger auch über das Thema Asyl aufzuklären“, erklärt Jung.
Seit der Senat bekannt gegeben hatte, sechs Containerunterkünfte in Berlin zu errichten, ist vor allem in den Bezirken Köpenick, Buch und Marzahn unter den AnwohnerInnen Kritik laut geworden. „Die Kritik an der Art der Unterbringung ist an sich völlig legitim und wird auch von uns geteilt“, so Jung, „jedoch appellieren wir an die Empathie der Menschen, die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen und sich für die geflüchteten Menschen einzusetzen und ihre Rechte zu stärken. Gerade unter den erschwerten Bedingungen von Sammel- und Containerunterkünften ist unsere Hilfe und Unterstützung umso wichtiger“.

Mit einem bunten Rahmenprogramm aus Livemusik vom Berlin Boom Orchestra und Irie Révolté sowie Redebeiträgen unter anderen von Integrationssenatorin Dilek Kolat, Bezirksbürgermeister Stefan Komoß (beide SPD) und Hellersdorf hilft haben die TeilnehmerInnen der Kundgebung deutlich gezeigt, dass Flüchtlinge in Berlin und auch in Marzahn Hellersdorf willkommen sind. Bereits im vergangenen Jahr kam es in Hellersdorf zu ähnlichen Protesten gegen das neu eröffnete Asylbewerberheim in der Carola-Neher-Straße. Durch einen ähnlich zivilgesellschaftlichen Zusammenhalt und große Hilfsbereitschaft konnte sich die Lage nach Einzug der ersten Geflüchteten unter den meisten AnwohnerInnen deutlich beruhigen. In der nahe der Unterkunft gelegenen Begegnungsstätte LaLoka, die von Hellersdorf hilft und der studentischen Initiative grenzen_weg eröffnet wurde können seitdem Begegnungen geschaffen und Vorurteile abgebaut werden.

„Hellersdorf hilft e.V.“ ist ein gemeinnütziger Verein und überparteilicher Zusammenschluss von Menschen im Bezirk Marzahn-Hellersdorf mit dem Hauptanliegen, Hilfsangebote für Flüchtlinge im Bezirk zu koordinieren und gemeinsam eine Willkommenskultur im Kiez zu schaffen, die Respekt, Toleranz, zivilgesellschaftliches Engagement, Solidarität und Demokratieförderung praktisch erlebbar werden lässt. Ziel ist es, die ankommenden Geflüchteten willkommen zu heißen und sie nachhaltig und längerfristig beim Leben in der neuen Umgebung zu unterstützen.

 

PressesprecherInnen Stephan Jung und Luisa Seydel

Hellersdorf hilft e.V.

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Demo, Pressebericht

Starkes Zeichen gegen Rassismus in Marzahn

Pressemitteilung 07/14
17.11.14

Starkes Zeichen gegen Rassismus in Marzahn
– Hunderte Menschen gingen für eine Willkommenskultur für Geflüchtete auf die Straßen

Am Montagabend hat ein breites Bündnis aus Vereinen, Initiativen, Nachbarschaftszentren, Parteien und AnwohnerInnen für Solidarität und gegen Ausgrenzung von Geflüchteten Menschen demonstriert. Über 600 Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich trotz Kälte und Behinderungen durch die Polizei an der bunten Demonstration und zeigten deutlich, dass Rassismus und Menschenfeindlichkeit im Bezirk Marzahn-Hellersdorf nicht toleriert werden.
Der Verein „Hellersdorf hilft“, der zu der Demonstration aufgerufen hatte zeigte sich erfreut über den Zusammenhalt der Zivilgesellschaft: „Wir haben ein wichtiges Zeichen für Menschlichkeit gesetzt. Es ist uns wichtig zu betonen dass die Kritik an der Unterbringung von Geflüchteten in Containern nicht auf dem Rücken von Geflüchteten Menschen ausgetragen werden darf. Gerade unter solchen Bedingungen ist Hilfe und Unterstützung umso wichtiger“, so Stephan Jung, Pressesprecher von Hellersdorf hilft.

Zur Auftaktkundgebung, die von fröhlicher Blasmusik begleitet wurde, sprachen unter anderem Fabio Reinhardt (Piratenpartei), Vertreterinnen des Asta der Alice Salomon Hochschule und der studentischen Initiative grenzen_weg, sowie Bezirksstadträtin Juliane Witt (Die Linke). Diese kritisierte das Verhalten der Polizei, die mit einem Großaufgebot die friedliche Auftaktkundbung zwischen Polizeibussen und Gitterzaun versteckt hielt. Auch der Verein Hellersdorf hilft zeigte sich wenig zufrieden mit dem Verhalten der Polizei: „Es ist unverantwortlich, dass 600 Menschen auf engstem Raum eingepfercht und kriminalisiert wurden, während sich gewaltbereite und polizeibekannte Neonazis ohne großes Polizeiaufgebot versammeln konnten und ihre menschenverachtende Hetze durch den Bezirk tragen konnten“, so Jung. Desweiteren kritisierte er, dass die Polizei die Demonstrationsteilnehmenden nach der Abschlusskundgebung nicht nach hause gehen ließ.
Während der Demonstration kam es zu kleineren Zwischenfällen, so wurde der Demonstrationszug aus einem Hochhausfenster mit Böllern beworfen.

Bereits die 3. Woche in Folge demonstrierten 500 Menschen ungestört gegen die geplante Containerunterkunft in Marzahn mit rassistischen Parolen, angeführt von Neonazis aus NPD, die Rechte und der freien Kameradschaftszene.

Für Samstag den 22.11.2014 wird der größte Naziaufmarsch seit Jahren in Berlin befürchtet. Die Bürgerbewegungen Marzahn und Hellersdorf rufen bundesweit zur Demonstration „gegen Asylmissbrauch“ auf. Ein breites Netzwerk rund um den Verein Hellersdorf hilft sowie die demokratischen Parteien des Bezirks rufen erneut zu lautstarkem und buntem Gegenprotest auf.

 


 

„Hellersdorf hilft e.V.“ ist ein gemeinnütziger Verein mit dem Hauptanliegen, Hilfsangebote für Flüchtlinge im Bezirk zu koordinieren und gemeinsam eine Willkommenskultur im Kiez zu schaffen. Ziel ist es, die ankommenden Geflüchteten willkommen zu heißen und sie nachhaltig und längerfristig beim Leben in der neuen Umgebung zu unterstützen.
Das Projekt wird durch Preisgelder und Spenden finanziert. Wenn Sie die Arbeit unterstützen wollen, können Sie folgende Kontoverbindung nutzen:
Hellersdorf hilft e.V.
Bankleitzahl: 43060967 (GLS Gemeinschaftsbank)
Kontonummer: 1165468300
bzw.
IBAN: DE61430609671165468300
BIC: GENODEM1GLS (GLS Gemeinschaftsbank)

 

PressesprecherInnen Stephan Jung und Luisa Seydel
Hellersdorf hilft e.V.
info@hellersdorf-hilft.de
http://www.hellersdorf-hilft.de

Bericht, Demo, Pressebericht

Breiter Protest gegen rassistische Hetze in Marzahn

Pressemitteilung 06/14
11.11.14

Breiter Protest gegen rassistische Hetze in Marzahn

– Zivilgesellschaftliche Spontandemonstration von Polizei untersagt

 

Am Montagabend hat ein breites Bündnis aus Vereinen, Nachbarschaftszentren, Parteien und AnwohnerInnen gegen eine von organisierten Nazis veranstaltete Demonstration „gegen Asylmissbrauch“ protestiert. 350 TeilnehmerInnen sprachen sich auf der Kundgebung, die vom Verein Hellersdorf hilft angemeldet wurde, für Solidarität statt Ausgrenzung und gegen Rassismus aus.

Die Kundgebung war von der Polizei auf einen schwer einsehbaren dunklen Platz kurz hinter der Kreuzung Blumberger Damm/ Landsberger Allee verlegt worden. Nachdem die Beamten die TeilnehmerInnen eingekesselt hatten und die Sicht auf die zahlreichen bunten Transparente durch Polizeibusse versperrt worden waren hatten die Veranstalter mehrfach versucht, eine Spontandemonstration anzumelden, um den Protest sichtbar in die Straßen zu tragen. Dies wurde dem Verein Hellersdorf hilft jedoch von der Polizei untersagt, da die Verkehrssicherheit und die Sicherheit der Demonstrationsteilnehmer nicht gewährleistet hätte werden können. „Es ist uns unerklärlich, warum die friedlichen Menschen der Kundgebung einen Tag nach dem 9. November in ihren demokratischen Grundrechten beschnitten wurden, während hunderte Nazis durch den Bezirk ziehen und ihren Rassismus und ihre Menschenverachtung verbreiten konnten“, so Stephan Jung, Sprecher von Hellersdorf hilft.

Nach Angaben der Polizei zogen in der Zwischenzeit 500 RechtsextremistInnen durch den Bezirk. Dabei wurden ausländerfeindliche Parolen gerufen, sowie „Deutschland den Deutschen“ und „Nein zum Heim“ skandiert. 200 PolizistInnen schützten den Aufzug und verhinderten jeglichen Gegenprotest.
Erst vier Stunden später und nach Auflösung der rechten Demonstration wurde den GegendemonstrantInnen ein Demonstrationszug zum U-Bahnhof Hellersdorf genehmigt, um so den TeilnehmerInnen einen geschützen Heimweg gewährleisten zu können.
„Wir freuen uns, dass wir mit unserem friedlichen Protest ein Zeichen setzen konnten und dass die Mitglieder der verschiedenen Netzwerke im Bezirk, die sich klar gegen rassistische Hetze positionieren, so gut zusammengearbeitet haben und gemeinsam auf die Straße gegangen sind“, so Jung. Vergangenen Montag konnten Nazis bei einer Spontandemonstration ungestört durch den Bezirk marschieren, die wenigen GegendemonstrantInnen, darunter auch Mitglieder von Hellersdorf hilft wurden von der Polizei kriminalisiert und verdächtigt, DemonstrantInnen, sowie einen Polizisten angegriffen zu haben. Der Verein Hellersdorf hilft kritisierte das teilweise erneut aggressive Verhalten der Polizei. So wurde eine Teilnehmerin der Kundgebung von einem Polizisten mit einem Faustschlag im Gesicht getroffen.

Für nächsten Montag und den 22.11.2014 sind bereits erneute Demonstrationen von der Bürgerbewegung Marzahn und der Bürgerbewegung Hellersdorf gegen das in Marzahn geplante Containerdorf für Geflüchtete angekündigt. Das Netzwerk rund um den Verein Hellersdorf hilft ruft erneut zu lautstarkem und buntem Gegenprotest auf.

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„Hellersdorf hilft e.V.“ ist ein gemeinnütziger Verein mit dem Hauptanliegen, Hilfsangebote für Flüchtlinge im Bezirk zu koordinieren und gemeinsam eine Willkommenskultur im Kiez zu schaffen. Ziel ist es, die ankommenden Geflüchteten willkommen zu heißen und sie nachhaltig und längerfristig beim Leben in der neuen Umgebung zu unterstützen.
Das Projekt wird durch Preisgelder und Spenden finanziert. Wenn Sie die Arbeit unterstützen wollen, können Sie folgende Kontoverbindung nutzen:
Hellersdorf hilft e.V.
Bankleitzahl: 43060967 (GLS Gemeinschaftsbank)
Kontonummer: 1165468300
bzw.
IBAN: DE61430609671165468300
BIC: GENODEM1GLS (GLS Gemeinschaftsbank)

 

PressesprecherInnen Stephan Jung und Luisa Seydel
Hellersdorf hilft e.V.
info@hellersdorf-hilft.de
http://www.hellersdorf-hilft.de

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Aufruf zur Menschlichkeit

Ja, ein „Containerdorf“ für 400 geflüchtete Menschen auf engstem Raum unter einfachsten Bedingungen ist ein Problem. Sammelunterkünfte generell sind ein Problem. Sie sind menschenverachtend, isolierend, ausgrenzend.

Ja, die Informationspolitik in Bezug auf die bestehende Unterkunft ist ein Problem. Die BürgerInnen wurden wieder nicht rechtzeitig informiert, die Planung nur wenig bis gar nicht vom Senat mit dem Bezirk abgestimmt. Aber warum setzt man sich dann nicht für Unterbringung von Geflüchteten in Wohnungen ein? Warum schließt man sich mit organisierten Neonazis, mit NPD, mit Die Rechte zusammen? Mit Bürgerbewegungen, die nicht davor zurückschrecken, geflüchtete Kinder zu fotografieren und öffentlich zu diffamieren? Warum ist die Kritik an Standort und Unterbringung so oft mit Rassismus verbunden, so oft mit Sozialchauvinismus?

Ja, es ist rassistisch zu sagen, dass man Angst haben müsse, die Kinder jetzt alleine zur Schule zu schicken.

Ja, es ist rassistisch zu sagen, der Bezirk würde nicht mehr sicher und sauber sein.

Ja, es ist auch rassistisch zu sagen, Geflüchtete wären kriminell, hätten eine ganz andere aggressive Mentalität, wären unhygienisch. „Marzahn bleibt deutsch“ skandierend durch einen Bezirk zu laufen ist rassistisch. Menschen so pauschalisierend und generalisierend auf Grund ihrer Herkunft negative Eigenschaften zuzuschreiben ist Rassismus.

Wenn die Sorge besteht, dass es mit solch einem „Containerdorf“ in der Nachbarschaft schwierig wird, warum greift man dann auf solch rechte Argumentationsmuster zurück? Es sind Menschen, die vor Krieg, Armut, Elend, Ausgrenzung fliehen; die sich eine bessere, friedliche Zukunft für sich und ihre Familie gewünscht haben – und hier in Container gesteckt werden, in eine Nachbarschaft voller Hass und Neid. Warum ist die Schlussfolgerung jedoch eben nicht, helfen zu wollen, zu unterstützen – für ein friedliches, solidarisches Miteinander? Nein, um die Verhältnisse zu ändern bedarf es keines Schulterschlusses mit organisierten Neonazis.

Nein, durch die Unterbringung von Geflüchteten hat man nicht weniger Sozialleistungen, Kitaplätze, Jugendangebote. So funktioniert Politik nicht und so funktionieren Haushalte nicht. Nein, man muss nicht immer zwischen „wir“ und „die“ unterscheiden – man kann einfach solidarisch mit Menschen in Not sein, in welcher Not auch immer. Was macht euch denn angeblich wertvoller, hilfsbedürftiger als diese Menschen? Dass ihr zufällig in einem Land geboren wurden, welches glücklicherweise wirtschaftlich besser da steht als andere? Das ist nicht euer Verdienst. Allein dieser Umstand eines privilegierten Geburtsortes sollte alle dazu anhalten, ihren Wohlstand zu teilen und diejenigen zu unterstützen, denen es schlechter geht.

Dabei ist es völliger Quatsch, diese gelebte Solidarität auf Menschen zu beschränken, die ihr „zum eigenen Volk“ zählt. Euch verbindet ein Wort in einem Pass. Das Glück, nicht in Armut, Krieg und Unterdrückung geboren worden zu sein, sollte zu Dankbarkeit und nicht zu Ausgrenzung und sinnbefreiten Stolz führen.

Aufruf, Demo

Kundgebung am Montag, 10.11.2014

Solidarität statt Ausgrenzung – rassistischer Hetze entschieden entgegentreten

Nach dem erschreckenden Aufmarsch von Neonazis in Marzahn am Montag wurde für den kommenden Montagabend erneut eine Demonstration, die sich gegen Geflüchtete und deren Unterbringung richtet angemeldet.

Am letzten Montag konnten ca. 150 Neonazis und SympatisantInnen zwei Stunden ungestört durch Marzahn laufen und ihre menschenverachtende Hetze verbreiten. Darunter Neonazis von NPD, Die Rechte und der freien Kameradschaftsszene. Die Abschlusskundgebung hielt Selbastian Schmidtke, Landesvorsitzender der NPD Berlin. Zusammen zogen sie „Deutschland den Deutschen – Ausländer raus“, „Marzahn bleibt deutsch“ und „Rudolf Hess“ rufend aggressiv durch die Marzahner Straßen. Von den Balkonen hallten immer wieder Solidaritätsbekundungen in Richtung des rechten Demonstrationszuges. Für kommenden Montag haben sich bereits erneut zahlreiche rassistische SympatisantInnen und organisierte Neonazis angekündigt.

Wir werden nicht zulassen, dass Nazis wiederholt ungestört durch Marzahn marschieren können und rufen hiermit zu lautstarkem und buntem Gegenprotest auf. Wir wollen zeigen, dass Marzahn vielfältig und tolerant ist und sich aktiv und entschlossen gegen jede Form von Rassismus und Ausgrenzung stellt. Mit einer Gegenkundgebung wollen wir – ein Bündnis aus Zivilgesellschaft, Initiativen und demokratischen Parteien – dem braunen Spuk bunten Protest entgegensetzen.

Bringt eure FreundInnen, lautstarke Unterstützung und bunte Transparente mit. Lassen wir keinen zweiten Braunen Montag zu!

Wir sagen klar und deutlich: Refugees are welcome – auch in Marzahn-Hellersdorf!

Wo: Landsberger Allee/ Blumberger Dam

Wann: Montag, 10.11.2014, ab 17.30 Uhr

Pressebericht

Tag der deutschen Einheit in Hannover

Pressemitteilung 04/14
02.10.14

Tag der deutschen Einheit in Hannover
Stellungnahme von Hellersdorf hilft e.V.

Hellersdorf hilft e.V. wird nicht an den offiziellen Feierlichkeiten zum Tag der deuschen Einheit in Hannover teilnehmen. Der Verein war für sein ehrenamtliches Engagement und den Einsatz für geflüchtete Menschen eingeladen worden, als Teil der Berlindelegation nach Hannover zu reisen. Grund für die Absage ist die Kritik des Vereins an der Flüchtlingspolitik des Berliner Innensenators Frank Henkel (CDU), der als politischer Vertreter des Landes Berlin zusammen mit der Berlindelegation an den offiziellen Feierlichkeiten teilnehmen wird.

Wir fühlen uns geehrt, an diesem Feiertag eingeladen worden zu sein, so Stephan Jung, Pressesprecher von Hellersdorf hilft. „Der Tag der deutschen Einheit steht für ein Deutschland als Einwanderungsland, für Weltoffenheit und für das erfolgreiche Einstehen von BürgerInnen für ihre Rechte und ihre Freiheit. Doch mit einer Abschottungspolitik, Frontex, der kürzlich verabschiedeten Asylgesetztverschärfung im Bundesrat, den allgemeinen Unterbringungbedingungen von Flüchtlingen, Arbeitsverboten und Residenzpflicht von Geflüchteten, Dublin II und rassistischen Ressentiments in allen Gesellschaftsschichten ist Deutschland von diesem Zustand leider weit entfernt“, so Jung weiter. Besonders prekär zeigt sich die ungleiche Behandlung von Menschen unterschiedlicher Herkunft in Berlin. In den vergangenen Wochen und Monaten ist Berlins Innensenator Frank Henkel mehrfach für seinen Umgang mit den Geflüchteten vom Oranienplatz in Kritik geraten. Eine Gruppe von Geflüchteten protestiert seit 2 Jahren in Berlin für mehr Rechte von Flüchtlingen in Deutschland und für ihre faire Prüfung auf Asyl.

Ein Innensenator, der die Proteste von Geflüchteten auf dem Dach eines Hostels in der Gürtelstraße durch Aushungern zu verhindern versucht, der diesen Menschen nicht mehr als 200ml Wasser pro Tag zukommen lässt und der mit arglistiger Täuschung den Oranienplatz hat räumen lassen, ist an diesem Tag kein würdiger Vertreter für das Land Berlin“, so heisst es in der Stellungnahme zum Vorstandsbeschluss des Vereins. „Wir können es daher nicht mit unserem Gewissen vereinbaren, zusammen mit Herrn Henkel an den Feierlichkeiten teilzunehmen“.

Noch im März hatte Henkel ein Einigungspapier für die Geflüchteten vom Oranienplatz vorgelegt, dass im Gegenzug zur Räumung eine „umfassende Prüfung der Einzelfallverfahren im Rahmen aller rechtlichen Möglichkeiten (Beantragung einer Aufenthaltsgenehmigung, Anträge auf Umverteilung nach Berlin etc.)“ versprach. Der Senat hat sich bis heute an diese Abmachung nicht gehalten, 140 Menschen wurden in die Obdachlosigkeit geschickt, in keinem Fall wurden Fluchtgründe anerkannt und es droht die Abschiebung. Der Grund dafür: Frank Henkel hat ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, dass die Wirksamkeit des Vertrags aufgrund eines Formfehlers für ungültig erklärt. Die Unterschrift sei nicht von der Integrationssenatorin Dilek Kolat, sondern dem zuständigen Innensenator erforderlich gewesen. Auf dieser Grundlage wehrt Henkels Verwaltung nun die Verfahren von Gelüchteten ab, die auf Einhaltung der Zusagen des Einigungspapiers klagen.

Der Verein Hellersdorf hilft unterstützt daher die Forderung der Geflüchteten und ihrer zahlreichen UntersützerInnen nach einem Aufenthaltstitel aus humanitären Gründen nach §23 AufenthG.

 


 

„Hellersdorf hilft e.V.“ ist ein gemeinnütziger Verein und überparteilicher Zusammenschluss von Menschen im Bezirk Marzahn-Hellersdorf mit dem Hauptanliegen, Hilfsangebote für Flüchtlinge im Bezirk zu koordinieren und gemeinsam eine Willkommenskultur im Kiez zu schaffen, die Respekt, Toleranz, zivilgesellschaftliches Engagement, Solidarität und Demokratieförderung praktisch erlebbar werden lässt. Ziel ist es, die ankommenden Geflüchteten willkommen zu heißen und sie nachhaltig und längerfristig beim Leben in der neuen Umgebung zu unterstützen.
Das Projekt wird durch Preisgelder und Spenden finanziert.

Wenn Sie die Arbeit unterstützen wollen können Sie folgende Kontoverbindung nutzen:
Hellersdorf hilft e.V.
GLS Bank
Kontonummer: 1165468300
IBAN: DE61430609671165468300

PressesprecherInnen Stephan Jung und Luisa Seydel
Hellersdorf hilft e.V.
info@hellersdorf-hilft.de
http://www.hellersdorf-hilft.de

Pressebericht

Feierliche Eröffnung der Begegnungsstätte „LaLoka“ für Geflüchtete und Anwohnerinnen und Anwohner

Pressemitteilung 03/14
23.08.14

Pilotprojekt in Berlin Hellersdorf
Feierliche Eröffnung der Begegnungsstätte „LaLoka“ für Geflüchtete und Anwohnerinnen und Anwohner

 

Am Samstag eröffnete die erste Begegnungsstätte für Menschen mit und ohne Fluchterfahrung in Berlin Hellersdorf. Das Pilotprojekt von „Hellersdorf hilft e.V.“, der studentischen Initiative „grenzen_weg“ und engagierten Einzelpersonen bietet einen  geschützten  Raum, der Geflüchteten, aber auch Anwohnerinnen und Anwohnern aus  dem gesamten Bezirk offen steht und der den Schauplatz für die ehrenamtliche Hilfe auf eine externe Räumlichkeit verlagert. „Ziel ist es, den noch leeren Raum gemeinsam mit den Geflüchteten und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern mit Ideen und Projekten zu füllenerklärt Stephan Jung, Pressesprecher von Hellersdorf hilft. DasLaLoka“ wird so zu einer Stätte  der Selbstorganisation,  des Empowerments und der Begegnung mit Anwohnerinnen und Anwohnern.

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