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08. Mai – SAVE THE DATE – ASYLDIALOGE

Am 8. Mai zeigen wir um 19 Uhr im LaLoka das dokumentarische Theaterstück „Die Asyldialoge“. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss wird ein eine spannende Diskussion mit dem Publikum und Aktiven des LaLokas geben. Außerdem ist für Essen und Trinken gesorgt.
Wir freuen uns, wenn ihr vorbei kommt!

„Nach dem Erfolg der ASYL-MONOLOGE jetzt die 2. Produktion der Bühne für Menschenrechte: Die ASYL-DIALOGE erzählen von Begegnungen, die Menschen verändern, von gemeinsamen Kämpfen in unerwarteten Momenten – eine dieser Geschichten spielt in Osnabrück, wo seit März 2014 ein breites Bündnis solidarischer Menschen bereits 30 Abschiebungen verhindern konnte und somit für viele bundesweit zum Vorbild wurde…

Wir hören diese Geschichte aus erster Hand, aus der Perspektive zweier junger Aktivist*innen, die gezwungen sind, sich ein Katz- und Mausspiel mit der Polizei zu liefern. Die Geschichte konfrontiert uns mit der Frage, wie viel Mut wir entwickeln können, wenn aus zunächst lose verbundenen politischen Akteur*innen gute Freund*innen werden.

Auch die ASYL-DIALOGE entstanden durch ausführliche Interviews, lediglich gekürzt und ohne sprachliche Veränderungen: dokumentarisches, wortgetreues Theater.“

link zum Flyer im .pdf-Format:  asyldialoge_flyer

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LaLoKa – Das Ladenlokal

Liebe FreundInnen und UnterstützerInnen,

seit August 2014 gibt es das „LaLoka“, ein Ladenlokal für Menschen mit und ohne Fluchterfahrung, im Kastanienboulevard in Hellersdorf nun schon. Der Weg dorthin war für uns alle nicht einfach, mit viel Arbeit, Bürokratie und Zweifeln verbunden. Zusammen mit der studentischen Initiative grenzen_weg und vielen Einzelpersonen haben wir aber nun etwas auf die Beine gestellt, was einzigartig im Bezirk ist und unglaublich wichtig. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten und Angriffen von Nazis läuft das Projekt mittlerweile richtig gut. Mit der Hilfe von Refugees Emancipation wurde ein selbst organisiertes Refugee-Internetcafé eingerichtet, welches von unglaublich engagierten Geflüchteten betrieben wird. Der Andrang ist riesig, ebenso auf die wöchentlich stattfindende Wohnungsberatung. Es wird international gekocht, gesungen und gestrickt. Mittlerweile haben wir auch einen Kicker, yey! Es gab bereits Kinoabende und andere Veranstaltungen und es ist noch vieles in Planung. Unser Dienstagsplenum halten wir nun auf Englisch, damit alle Interessierten daran teilnehmen können. Wir sind richtig happy über all das. Besucht uns doch gerne!


Das LaLoka-Team hat noch viele Ideen und möchte sich bei euch für die Unterstützung und das Interesse an unserer Arbeit bedanken. Ohne eure Sach- und Geldspenden wäre das Projekt in dieser Form niemals möglich gewesen!

Hier ein paar Impressionen:

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Zivilgesellschaft stoppt Naziaufmarsch in Marzahn

Pressemitteilung 08/14
22.11.14

Zivilgesellschaft stoppt Naziaufmarsch in Marzahn
– Tausende Menschen gingen für eine Willkommenskultur für Geflüchtete auf die Straßen

Am Samstag hat ein breites Bündnis aus Vereinen, Initiativen, Parteien und AnwohnerInnen für Vielfalt und Toleranz und gegen Ausgrenzung von geflüchteten Menschen in Berlin Marzahn demonstriert. Über 3000 Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich an den Gegenkundgebungen entlang der Route einer von Neonazis organisierten Demonstration „gegen Asylmissbrauch“, zu der bundesweit in der rechten Szene mobilisiert worden war. Am Ende konnten diese ihre Route nicht starten, da der Gegenprotest zu groß war.
Der Verein Hellersdorf hilft zeigte sich erfreut über den Zusammenhalt der Zivilgesellschaft: „Wir haben ein wichtiges Zeichen für die Menschlichkeit gesetzt. Die vielen Berlinerinnen und Berliner haben heute eindrucksvoll gezeigt, dass Rassismus und Menschenfeindlichkeit im Bezirk Marzahn- Hellersdorf nicht toleriert werden und Berlin eine weltoffene Stadt der Vielfalt ist“ so Stephan Jung, Pressesprecher des Vereins.

Die Demonstration der Rechten war bereits die Vierte innerhalb der letzten drei Wochen. Immer mehr AnwohnerInnen haben sich den organisierten Rechten angeschlossen, die sich als Bürgerbewegung tarnen und versuchen, die Ängste unter den Anwohnenden durch Falschinformationen zu schüren. „Es ist daher wichtig, klar zu benennen, wer sich hinter den Organisatoren der Proteste verbirgt und die Bürgerinnen und Bürger auch über das Thema Asyl aufzuklären“, erklärt Jung.
Seit der Senat bekannt gegeben hatte, sechs Containerunterkünfte in Berlin zu errichten, ist vor allem in den Bezirken Köpenick, Buch und Marzahn unter den AnwohnerInnen Kritik laut geworden. „Die Kritik an der Art der Unterbringung ist an sich völlig legitim und wird auch von uns geteilt“, so Jung, „jedoch appellieren wir an die Empathie der Menschen, die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen und sich für die geflüchteten Menschen einzusetzen und ihre Rechte zu stärken. Gerade unter den erschwerten Bedingungen von Sammel- und Containerunterkünften ist unsere Hilfe und Unterstützung umso wichtiger“.

Mit einem bunten Rahmenprogramm aus Livemusik vom Berlin Boom Orchestra und Irie Révolté sowie Redebeiträgen unter anderen von Integrationssenatorin Dilek Kolat, Bezirksbürgermeister Stefan Komoß (beide SPD) und Hellersdorf hilft haben die TeilnehmerInnen der Kundgebung deutlich gezeigt, dass Flüchtlinge in Berlin und auch in Marzahn Hellersdorf willkommen sind. Bereits im vergangenen Jahr kam es in Hellersdorf zu ähnlichen Protesten gegen das neu eröffnete Asylbewerberheim in der Carola-Neher-Straße. Durch einen ähnlich zivilgesellschaftlichen Zusammenhalt und große Hilfsbereitschaft konnte sich die Lage nach Einzug der ersten Geflüchteten unter den meisten AnwohnerInnen deutlich beruhigen. In der nahe der Unterkunft gelegenen Begegnungsstätte LaLoka, die von Hellersdorf hilft und der studentischen Initiative grenzen_weg eröffnet wurde können seitdem Begegnungen geschaffen und Vorurteile abgebaut werden.

„Hellersdorf hilft e.V.“ ist ein gemeinnütziger Verein und überparteilicher Zusammenschluss von Menschen im Bezirk Marzahn-Hellersdorf mit dem Hauptanliegen, Hilfsangebote für Flüchtlinge im Bezirk zu koordinieren und gemeinsam eine Willkommenskultur im Kiez zu schaffen, die Respekt, Toleranz, zivilgesellschaftliches Engagement, Solidarität und Demokratieförderung praktisch erlebbar werden lässt. Ziel ist es, die ankommenden Geflüchteten willkommen zu heißen und sie nachhaltig und längerfristig beim Leben in der neuen Umgebung zu unterstützen.

 

PressesprecherInnen Stephan Jung und Luisa Seydel

Hellersdorf hilft e.V.

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Aufruf zur Menschlichkeit

Ja, ein „Containerdorf“ für 400 geflüchtete Menschen auf engstem Raum unter einfachsten Bedingungen ist ein Problem. Sammelunterkünfte generell sind ein Problem. Sie sind menschenverachtend, isolierend, ausgrenzend.

Ja, die Informationspolitik in Bezug auf die bestehende Unterkunft ist ein Problem. Die BürgerInnen wurden wieder nicht rechtzeitig informiert, die Planung nur wenig bis gar nicht vom Senat mit dem Bezirk abgestimmt. Aber warum setzt man sich dann nicht für Unterbringung von Geflüchteten in Wohnungen ein? Warum schließt man sich mit organisierten Neonazis, mit NPD, mit Die Rechte zusammen? Mit Bürgerbewegungen, die nicht davor zurückschrecken, geflüchtete Kinder zu fotografieren und öffentlich zu diffamieren? Warum ist die Kritik an Standort und Unterbringung so oft mit Rassismus verbunden, so oft mit Sozialchauvinismus?

Ja, es ist rassistisch zu sagen, dass man Angst haben müsse, die Kinder jetzt alleine zur Schule zu schicken.

Ja, es ist rassistisch zu sagen, der Bezirk würde nicht mehr sicher und sauber sein.

Ja, es ist auch rassistisch zu sagen, Geflüchtete wären kriminell, hätten eine ganz andere aggressive Mentalität, wären unhygienisch. „Marzahn bleibt deutsch“ skandierend durch einen Bezirk zu laufen ist rassistisch. Menschen so pauschalisierend und generalisierend auf Grund ihrer Herkunft negative Eigenschaften zuzuschreiben ist Rassismus.

Wenn die Sorge besteht, dass es mit solch einem „Containerdorf“ in der Nachbarschaft schwierig wird, warum greift man dann auf solch rechte Argumentationsmuster zurück? Es sind Menschen, die vor Krieg, Armut, Elend, Ausgrenzung fliehen; die sich eine bessere, friedliche Zukunft für sich und ihre Familie gewünscht haben – und hier in Container gesteckt werden, in eine Nachbarschaft voller Hass und Neid. Warum ist die Schlussfolgerung jedoch eben nicht, helfen zu wollen, zu unterstützen – für ein friedliches, solidarisches Miteinander? Nein, um die Verhältnisse zu ändern bedarf es keines Schulterschlusses mit organisierten Neonazis.

Nein, durch die Unterbringung von Geflüchteten hat man nicht weniger Sozialleistungen, Kitaplätze, Jugendangebote. So funktioniert Politik nicht und so funktionieren Haushalte nicht. Nein, man muss nicht immer zwischen „wir“ und „die“ unterscheiden – man kann einfach solidarisch mit Menschen in Not sein, in welcher Not auch immer. Was macht euch denn angeblich wertvoller, hilfsbedürftiger als diese Menschen? Dass ihr zufällig in einem Land geboren wurden, welches glücklicherweise wirtschaftlich besser da steht als andere? Das ist nicht euer Verdienst. Allein dieser Umstand eines privilegierten Geburtsortes sollte alle dazu anhalten, ihren Wohlstand zu teilen und diejenigen zu unterstützen, denen es schlechter geht.

Dabei ist es völliger Quatsch, diese gelebte Solidarität auf Menschen zu beschränken, die ihr „zum eigenen Volk“ zählt. Euch verbindet ein Wort in einem Pass. Das Glück, nicht in Armut, Krieg und Unterdrückung geboren worden zu sein, sollte zu Dankbarkeit und nicht zu Ausgrenzung und sinnbefreiten Stolz führen.

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„Hellersdorf ist überall“ – Amnesty Journal August 2014

Wir freuen uns über die lieben Worte von Amnesty International und fühlen uns geschmeichelt.

„Hellersdorf ist zu einem Symbol für Ängste, Vorurteile und rassistische Abwehrreflexe geworden. Doch Hellersdorf steht inzwischen auch für etwas anderes: Es ist Symbol dafür, dass die Solidarität mit Schutzsuchenden letztlich doch stärker sein kann als die Furcht vor ihnen.“

Ein Artikel über Engagement und Zivilcourage:

http://www.amnesty.de/journal/2014/august/hellersdorf-ist-ueberall?destination=node/1344

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Friedliche Blockade der Nazi-Demonstration in Hellersdorf durch Zivilgesellschaft

Heute blockierten mehrere hundert Menschen aus unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen Gruppen eine Demonstration gegen geflüchtete Menschen der sogenannten „Bürgerinitiative Marzahn-Hellersdorf“. Die ca. 60 aus dem ganzen Bundesgebiet angereisten Nazis und RassistInnen schafften es nur um eine einzige Straßenecke und wurden von lautstarken und bunten Protesten aufgehalten. Es kam zu einigen Auseinandersetzungen mit der Polizei, bei der Menschen aus der friedlichen Sitzblockade entfernt wurden. Zur gleichen Zeit fand auf dem Alice-Salomon-Platz ein Jugendfest unter dem Motto „International macht Spaß: Jugendkultur gegen Rassismus statt Ausländerfeindlichkeit“, welches ebenfalls guten Anklang bei den AnwohnerInnen fand.

Wir bedanken uns herzlich bei allen TeilnehmerInnen der Gegendemonstration und hoffen, dass ihr alle gut und heil Zuhause angekommen seid.

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Gemeinsam für Solidarität und Menschlichkeit – Aufstehen gegen Rassismus!

Für den 26. Oktober 2013 plant die rechtslastige und von Nazis geführte sogenannte „Bürgerinitiative Marzahn-Hellersdorf“ eine Demonstration durch Hellersdorf. Sie wollen gegen die im August eröffnete Unterkunft für Geflüchtete aufmarschieren. Seit Monaten hetzen Anhänger dieser Gruppe gegen das Heim in der Carola-Neher-Straße. Die NPD und bekannte organisierte Neo-Nazis haben sich bereits dem Aufruf zur Demonstration angeschlossen und mobilisieren berlinweit.

Doch die Rechtsextremen sind auf einem absteigenden Ast. Solidarischen Initiativen ist es in den vergangenen Wochen gelungen die Stimmung im Kiez zu verändern. Anwohnerinnen und Anwohner, die die Geflüchteten unterstützen wollen, konnten gewonnen werden, unzählige Hilfsangebote sind bei „Hellersdorf hilft“, dem Bezirksamt und dem Solidaritätsnetzwerk „Refugees welcome“ eingegangen. Immer mehr Menschen stellen sich der rassistischen Hetze einer selbsternannten „Bürgerinitiative“ entgegen.

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